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Archiv - Im Spiegel der Presse 2005
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Moosburger Zeitung 10.12.2005 Schon viel erreicht
Seniorenbeirat hat sich unentbehrlich gemacht
Moosburg. "Der Seniorenbeirat hat seine vor zwei Jahren begonnene Arbeit konsequent und erfolgreich fortgesetzt", lobte Bürgermeisterin Anita Meinelt anlässlich der Bürgerversammlung. Sowohl der "alte", als auch der Ende August neu gewählte Seniorenbeirat hätten sich engagiert für die Belange der älteren Mitbürger eingesetzt. So seien auf Initiative des Seniorenbeirats Ruhebänke vor der Johanniskirche und am  Friedhof aufgestellt worden. Verbesserungen für die Fußgänger stellten ein zweiter Handlauf bei der Treppe am Pfarrheim und  die Beseitigung einer behindernden Stufe am Benefiziat-Weber-Steig dar. Auch das Thema Stadtbus habe eine neue Dynamik erhalten. Nicht unerwähnt ließ Anita Meinelt die regelmäßigen Sprechstunden, die Tanznachmittage und hilfreiche Vorträge wie Sicherheit im Haus und zuletzt Seh- und Hörhilfen.
All diese Maßnahmen stellten für den betroffenen Personenkreis eine wesentliche Erleichterung bzw. Hilfe dar. Deshalb gelte dem Seniorenbeirat für seine Arbeit, die eine Vielzahl von Stunden an Freizeit verlange, Dank und Anerkennung. - -ka-

Moosburger Zeitung 03.12.2005 Seh- und Hörprobleme der Senioren
Robert Fetzer und Florian Lohmeier informieren - Beratung besonders wichtig


Robert Fetzer (stehend) und Florian Lohmeier sprachen bei einer vom Seniorenbeirat organsierten Veranstaltung über Hör- und Sehprobleme     (Foto: ste)

Moosburg
. Seh- und Hörprobleme sind vielen älteren, aber auch jüngeren Mitbürgern vertraut. Auf Einladung des Seniorenbeirats referierten am Freitag im "Torbräustüberl" Augenoptikermeister Robert Fetzer und Hörgeräteakustikermeister Florian Lohmeir über die vielfältigen Möglichkeiten, im Alltag besser zurechtzukommen.
Robert Fetzer nutzte die Gelegenheit auch für den Hinweis, dass nicht alle Leiden "gottgegeben" sind: Falsche Ernährung beispielsweise führe jährlich bei 6000 Diabetikern zur Erblindung. Unorthodoxe Lösungen wie eine kleine Stirnlampe beheben Leseprobleme in dunkleren Räumen, farbige Filter, per Magnet auf die normale Brille aufgesetzt, verhindern Überstrahlungen.
Individuelle Beratung ist das "A und 0": Fetzer und Lohmeir betonten, dass kein Fall dem anderen gleiche und dass Testphasen darum angeraten seien. Denn hinter den Diagnosen "schlecht sehen" und "schlecht hören" verbergen  sich vielfältige Ursachen, die es genau zu diagnostizieren gelte.
Bei Hörgeräten kann man auch ganz verschiedene Systeme ausprobieren. Eine Anpassungsphase über zwei bis drei Monate sollte unbedingt genutzt werden. Welches Gerät nun am besten hilft, sei nicht eine Kostenfrage. Seine Schwerhörigkeit nicht zu verstecken, sondern im Gegenteil offensiv damit umzugehen, empfahl Florian Lohmeir.
Und wie bei den Augenleiden solle auch bei verminderter Hörleistung nicht zu lange mit dem Arztbesuch und einer entsprechenden Hilfe gewartet werden. -ste-

Mosburger Zeitung 25.11.2055 Stadtbus fährt künftig durch die Neustadt
Genugtuung im Seniorenbeirat -  Querungshilfe und Verkehrsspiegel weiter problematisch


Der Seniorenbeirat der Stadt Moosburg traf sich am Mittwochnachmittag zu seiner dritten Sitzung erstmals im Raum des Teams Moosburg Online im Elisabethenheim.     (Foto: rk)

Moosburg. Zu seiner dritten Sitzung traf sich der Seniorenbeirat der Stadt Moosburg am Mittwochnachmittag erstmals im Elisabethenheim, wo im Raum des Team Moosburg Online alles vorbereitet war für eine Multimedia-Präsentation von Beiratsmitglied Hermann Wolf zum Thema "Senioren und Internet". Zuvor berichteten Vorsitzender Josef Wiesheu und Seniorenbeauftragte Karin Linz über den aktuellen Sachstand einiger laufender Anträge des Seniorenbeirats. Dabei löste eine Nachricht von Karin Linz, der Stadtbus der Firma Hadersdorfer werde ab 1. Januar 2006 einige zusätzliche Stationen in der Moosburger Neustadt anfahren, freudige Genugtuung aus.

Und das wohl zu Recht: Nach ersten Erkundungsfahrten mit dem Stadtbus im Oktober 2003 und den daraus resultierenden Initiativen zur Verbesserung der Streckenführung, darunter Gespräche mit dem Busunternehmen und der Stadtverwaltung, aber auch Unterschriften aus den betroffenen Stadtteilen, scheint damit eines der ersten und dringlichsten Anliegen des Seniorenbeirates nach mehr als zwei Jahren von Erfolg gekrönt zu sein.

 "Büdelung" der Fußgänger
 Im Ringkreisverkehr, so die Seniorenreferentin nach telefonischer Auskunft des Busunternehmens, sollen künftig die Sparkasse in der Neustadt, sowie das neue Seniorenzentrum am Stadtwald und weitere Stationen angefahren werden. Dass ab Januar 2006 zusätzlich auch ein Bus nach Degernpoint eingerichtet wird, der zunächst im Probebetrieb Zahlen über den tatsächlichen Bedarf erbringen soll, wurde ebenfalls mit Befriedigung zur Kenntnis genommen.
Weniger Freude löste das Thema Querungshilfe am Stadtplatz aus. Obwohl der Stadtrat nach Auswertung aller Zählungen bereits grünes Licht gegeben hat für den Bau einer zunächst provisorischen Verkehrsinsel, der bei entsprechender Nutzung eine dauerhafte Lösung folgen soll, seien im Genehmigungsverfahren neue Probleme aufgetaucht, so Josef Wiesheu. So stoße die Forderung des Straßenbauamtes nach einer "Bündelung der   Fußgänger" in Richtung Querungshilfe durch entsprechende Ketten bei Rathauschefin Anita Meinelt auf wenig Gegenliebe, obwohl die erforderlichen Pfosten bereits seit Jahren am Gehsteig bis zur Mariensäule bereit stünden, so Wiesheu, der außerdem auf die erfolgreiche Fußgänger-Bündelung Ecke Stadtplatz/ Weingraben verwies.

Hürden im Rathaus
Auch Karin Linz berichtete von Hürden, die einer von ihr angeregten Aufstellung der Querungshilfe möglichst noch vor Wintereinbruch im Wege stünden. So sei Bürgermeisterin Anita Meinelt der Meinung, das gesamte Thema müsse, da Anfahrtszone und Parkplätze wegfielen, noch einmal durch den Bauausschuss. "Das sehe ich nicht so, denn der Stadtrat hat im Wissen um die Parkplatzsituation nicht nur das Provisorium genehmigt, er hat dafür sogar 20000 Euro in den Vermögenshaushalt 2005 eingestellt", wurde Karin Linz deutlich. Dass daraus bei den Vorberatungen zum Haushalt 2006 plötzlich nur noch 5000 Euro geworden seien, könne keinesfalls bedeuten, "dass dann plötzlich kein, Geld mehr da ist, sollte sich das Provisorium bewähren", so Karin Linz, die aus einem Briefwechsel mit Bürgermeisterin Meinelt Argumente gegen eine sofortige Realisierung zitierte.
Ein Provisorium im Winter bedeute erheblichen Mehraufwand beim Schneeräumen, schreibt darin die Rathauschefin. Auch sei eine vernünftige Entwässerung der Fahrbahnränder nicht möglich. Und weiter: "Nach unseren Vorstellungen sollte das Provisorium nach den Wintermonaten eingebaut werden, da wir davon ausgehen, dass Fußgänger wohl überwiegend im Sommer die Straße queren und die Durchführung hier wesentlich besser zu handhaben ist."

 Pro und Contra Verkehrsspiegel

 Kommentarlos wandte sich der Seniorenbeirat dem aktuellen Sachstand eines weiteren Antrages auf Aufstellung eines Verkehrsspiegels gegenüber der Einmündung Härtlmayrgässl in die Thalbacher Straße zu. Bei einer Ortseinsicht, so Vorsitzender Wiesheu, habe Martin Weinzierl von der städtischen Verkehrsbehörde einen Verkehrsspiegel zur besseren Einsicht in die Thalbacher Straße als "sinnvoll" bezeichnet, gleichzeitig aber das letzte Wort dem für die Staatsstraße zuständigen Straßenbauamt überlassen.
Bereits das Landratsamt Freising habe den Antrag abschlägig beurteilt, wie aus einem Schreiben an die Stadt hervorgehe. Darin heißt es unter anderem: "Die Anbringung eines Verkehrsspiegels ist nicht zu empfehlen, da dieser nicht geeignet ist, die Gefahrenlage zu entschärfen." Zur Begründung wird angeführt, gerade älteren Verkehrsteilnehmern fehle oft die Reaktionszeit, einem schnell um die Kurve biegenden Fahrzeug auszuweichen oder den Überquerungsvorgang abzubrechen.
Wegen der schlechten Einsehbarkeit des Straßenstückes könnten auch Autofahrer nicht rechtzeitig reagieren, was das Unfallrisiko weiter erhöhe. Gegen die Aufstellung eines Spiegels spreche auch, dass bei starker Verschmutzung, Vereisung oder Anlaufen des Spiegels die Verkehrssituation gegebenenfalls falsch eingeschätzt werden könnte. Beim Meinungsaustausch über diese Argumentation des Landratsamtes hielten sich im Seniorenbeirat Pro und Contra die Waage.

Sitzungen künftig im Rathaus?
In der Frage nach einer geeigneten Bleibe für die Zukunft schlug Josef Wiesheu vor, die monatlichen Beiratssitzungen könnten künftig auch ins Rathaus verlegt werden, im Gegensatz zu den Seniorensprechstunden, die wie bisher in der Stadtbücherei stattfinden könnten, vorausgesetzt, dass dort ein größerer Tisch, Stühle und eine Art Paravent bessere Voraussetzungen für Gespräche schaffen, so Josef Wiesheu, der Seniorenreferentin Karin Linz darum bat, bei der Haushaltsberatung 2006 entsprechende Mittel zu beantragen.
Nach einer Rückblende auf das erste Halbjahr seit der Neuwahl, in der Wiesheu auch über seinen Besuch bei den Senioren-Akademie-Tagen vom 1. bis 5. Oktober in Salzburg berichtete, folgten Hinweise auf geplante Termine wie z.B. die Veranstaltung "Hör- und Sehhilfen" bei der am Freitag, 2. Dezember, Augenoptikermeister Robert Fetzer jun. und Florian Lohmeir von Hörgeräte Eibl im "Torbräustüberl" informieren werden.

"Gaunerkrallen" gratis
Bei der nächsten Seniorensprechstunde am 5. Dezember werden außerdem kostenlos so genannte "Gaunerkrallen" angeboten, die kürzlich im Mittelpunkt eines Vortrages von IPA-Vertreter Manfred Schuhmaeher standen. Eine vergleichende Auflistung der Tagessätze, die derzeit von den fünf Seniorenheimen in und um Moosburg erhoben werden, gehörte ebenso zu den Informationen des Vorsitzenden wie das Thema "Inanspruchnahme Unterhaltspflichtiger", das seit  1. Juli neu geregelt wurde und unter www.bezirkoberbayern.de nachzulesen ist.
In seinem abschließenden Referat "Senioren und Internet" stellte Hermann Wolf erste Schritte und künftige Ziele einer Initiative vor, die älteren Menschen die Scheu vor dem PC nehmen und sie mit den Möglichkeiten des Internets, Online-Bankings, Mailings und anderer ComputerTechniken vertraut machen soll. Spezielle Informations-und Beratungsstunden für Senioren finden künftig an jedem ersten Mittwoch eines Monats von 14 bis 16 Uhr im Gruppenraum des Teams Online Moosburg im Elisabethenheim statt. -rk-

Freisinger Tagblatt
16.11.2005
So wehren sich Senioren gegen Betrügereien
Moosburg (sj) - "Eine gesunde Portion Misstrauen wecken" - mit diesem Ziel war Manfred Schumacher in das "Torbräustüberl"  geeilt. Und es ist ihm gelungen. Der pensionierte Angestellte der Kripo Erding sprach auf Einladung des Seniorenbeirates über das Thema "Gebt Betrügern keine Chance".
"Lassen Sie keinen Unbekannten in ihre Wohnung" das war der erste Tipp, den Manfred Schumacher erteilte. Dabei wusste er einige Horrorgeschichten zu erzählen. Ein Beispiel waren die beiden angeblich von der Hausverwaltung geschickten Maler. Während der eine mit der Hausfrau einen Kaffee trank, sollte der andere nach Rissen suchen. Tatsächlich suchte er Geld und fand 10 0 0 0 Euro im Schuhkarton.
Auch bei Personen, die mit Polizeiausweis vor der Haustüre stehen, gelte es, Vorsicht walten zu lassen. "Sich den Ausweis geben lassen, die Tür wieder zumachen, dann die Dienststelle anrufen und sich bestätigen, lassen, dass sie den Beamten geschickt haben", so der Experten-Rat.
Auch von Kindern gehe eine Gefahr aus: "Ein Mädchen bittet um ein Glas Wasser, das andere muss aufs Klo und durchsucht die Wohnung. Lassen Sie sich nicht von Oma-Instinkten verführen."
Doch nicht nur an der Wohnungstüre lauert Gefahr. Manfred Schumacher appellierte an seine Zuhörer, auch bei Kaffeefahrten vorsichtig zu sein. Manchmal offenbart schon ein Blick auf das Datum der Rechnung, dass es nicht mit rechten Dingen zu geht. Überhaupt sei, alles, was mit "Gewinn" zu tun habe, höchst verdächtig, Das gelte beispielsweise für  gewonnene Reisen, bei denen sich die böse Überraschung dann beispielsweise hinter, einem Einzelzimmerzuschlag versteckt. Und wenn, das Glückstelefon klingelt, sollten erst recht alle Alarmglocken schrillen: "Sofort einhängen, sonst zahlt man immense Gebühren."

Moosburger Zeitung
11.11.2005
Bitten Sie niemals Fremde in die Wohnung
Pensionierter Polizist Manfred Schumacher spricht im Seniorenbeirat über Trickbetrüger


 Moosburg. "Bitten Sie keine Fremden in Ihre Wohnung", appellierte der pensionierte Polizist Manfred Schumacher vom Polizeipräsidium München im Rahmen eines Vortrages des Seniorenbeirats über Trickbetrügerei, der häufig Senioren zum Opfer fallen. Er betonte, dass ein gesundes Misstrauen grundsätzlich nicht schade. Seniorenbeirats-Vorsitzender Josef Wiesheu freute sich, den ehemaligen Polizei-Angestellten und Vertreter von der IPA (International Police Association) für den Vortrag gewonnen zu haben. Ihm eile das Motto "Wo Schumacher auftritt, haben Betrüger keine Chance" voraus, betonte Wiesheu.
Auch Stadträtin und Seniorenreferentin Karin Linz, Mitglieder vom Seniorenbeirat sowie zahlreiche Senioren ließen sich die Aufklärungsveranstaltung nicht entgehen. Schumacher informierte über so genannte "Gaunerkrallen" an Haustüren, welche Ganoven informieren sollen, "wo etwas zu holen ist". Er hatte zur Information auch einen Original-Polizeiausweis dabei, da immer mehr Gauner sich als falsche Kriminalbeamte ausgeben. Schuhmacher warnte auch vor Kinder-Diebesbanden.
Mit anschaulichen Beispielen verdeutlichte Schumacher das Thema. Er schilderte beispielsweise den Fall einer älteren Frau, die vor sechs Wochen in Augsburg um 8000 Euro betrogen wurde. Die Ganoven hatten sich als Maler ausgegeben und behauptet, im Auftrag der Hausverwaltung zu kommen. Auch ein Beispiel aus Wörth bei Erding hatte der Referent. Schumacher stellte Sperrkette und Tür-Spion als wirksame Möglichkeit, sich zu schützen, vor und warnte eindringlich davor, Uribekannte in die Wohnung zu bitten.
Sollte ein (angeblicher) Polizeibeamter vor der Tür stehen, sollte man sich den Ausweis geben lassen, die Tür dann wieder zumachen und bei der nächsten Polizeidienststelle anrufen, ob der Besuch auch tatsächlich angeordnet wurde. Bei Besuchen von der Hausverwaltung sollte man ebenso vorgehen und telefonisch bei der Hausverwaltung nachfragen. Ein weiterer Trick der Diebe sei, Blumen vom Friedhof zu stehlen und zu versuchen, unter dem Vorwand, die Blumen seien von der Nachbarin, ins Haus zu gelangen. "Legen Sie ein gesundes Misstrauen an den Tag", appellierte Manfred Schumacher an die Senioren. Der Referent ging auch auf die Hintergründe ein und veranschaulichte dies an einem Beispiel. So hatte er im April einen Polizeimajor aus Bulgarien besucht. Dieser verdient einen Monatslohn von umgerechnet rund 250 Euro und wohnt in einer russischen Plattenbauwohnung mit schlechter Bausubstanz im 13. Stock in Armut. Diese Armut sei das Übel, warum es so viele Betrügereien gebe. Anschließend führte Schumacher die Verkaufsveranstaltungen an, bei denen über die Gesundheitsschiene wie "Elektrosmog" mit Angstmacherei den Gästen oft das Geld aus der Tasche gezogen werde. So würden bei vielen Verkaufsfahrten die Leute über den Tisch gezogen. Eine beliebte Masche seien überteuerte Preise. Der nächste vom Seniorenbeirat Moosburg organisierte Vortrag findet am Freitag, 2. Dezember, um 14 Uhr im Torbräustüberl statt. Thema ist dann "Hör- und Sehhilfen". Referenten sind Robert Fetzer jun. (UhrenSchmuck-Optik Fetzer) und Florian Lohmeier (Hörgeräte Eibl). -re-
      
Moosburger Zeitung
20.10.2005
Seniorentanz im Oktober



DIE ARBEITERWOHLFAHRT UND DER SENIORENBEIRAT organisierten am Samstag in der Kegelhalle wieder einen Seniorentanz. Alleinunterhalter Sepp Manhart brachte die Junggebliebenen mit Walzerklangen, Oldies und Schlagern schnell auf Touren. Da wurde das Tanzbein kräftig geschwungen, und so manches Pärchen hatte nicht nur die Grundschritte, sondern schone Tanzfiguren drauf. Bei Kaffee und Kuchen gab es zudem ein hubsches Plauderstündchen, und der gelungene Nachmittag verging viel zu schnell. rs-

Moosburger Zeitung
18.10.05
Eingangspforte zur Herrlichkeit des Himmels



Moosburg. Der Vorsitzende des Seniorenbeirates, Josef Wiesheu, vermittelte am Freitagnachmittag kunsthistorisch interessierten Bürgern bei einer Kirchenführung zu Kirchweih einen kleinen Einblick in die Schätze des Kastulusmünster. Die Gruppe, der sich auch Seniorenbeauftragte Karin Linz angeschlossen hatte, traf sich auf dem Plan vor der Johanneskirche, wo der Referent erst einmal allgemeines Geschichtsbewusstsein auffrischte. So gab er den Hinweis, dass an dieser Stelle einstmals eine Burg stand und der nach dem Brand eingeebnete Platz dann den Namen auf dem Plan bekam und nicht mehr bebaut werden durfte. Nach weiteren interessanten Details zu beiden Kirchen ging es an das Hauptportal, dort folgten fachkundige Erklärungen zum Säulenportal und zum Tympanon. Wiesheu: "Dies sollte die Eingangspforte zur Herrlichkeit des Himmels sein." Im weiteren Verlauf gab es noch Wissenswertes zur Kanzel und den freigelegten Fresken der Westempore. - Unsere Bilder zeigen Josef Wiesheu bei seinen Ausführungen und das gut erhaltene Tympanon. (Text und Foto: bs)

Moosburger Zeitung
24.9.2005
Aktiv sein - keine Frage des Alters
Tipps und Ratschläge des Moosburger Seniorenbeirates
Mit dem Eintritt in den so genannten Ruhestand braucht niemand ins Leere fallen. Es darf bloß nicht verlernt werden, was "Anfangen" heißt. Bei der heutigen Lebenserwartung ist selbst die dritte Lebensphase keine Restzeit mehr. Bei entsprechender Um- und Neuorientierung mit gezielter Vorbereitung auf diesen Lebensabschnitt ist dies eine gewonnene, geschenkte und schöne Zeit.
In diesem Alter braucht man nicht mehr beweisen, was man kann. Es gibt keinen Leistungsdruck mehr - er ist vorbei; ebenso die Jagd nach Anerkennung und das Mühen der Berufsarbeit. So ist man eigentlich entbunden und entpflichtet.
Dennoch sollte man beachten, dass es eine große Plage ist, wenn ein älterer Mensch nichts mehr zu tun hat. Trotz der Jahre sind heute viele Senioren(innen) noch rüstig und unternehmenslustig. Ruhestand ist kein Stand, kein Stillstand, in dem man nur noch unbeweglich verharren könnte und müsste, mit keiner Verantwortung mehr vertraut, nur noch "betreut" und abhängig in allem sein. Man ist nicht dazu verurteilt, sich dem Fluss der Stunden massiv zu überlassen. Das Kürzel "i. R." kann auch als "in Reichweite" oder "in Rufbereitschaft" gedeutet werden. Ältere Menschen verfügen bekanntlich über einen ungeheuren Erfahrungsschatz. Senioren wollen gebraucht werden. Dabei sollte als goldene Regel überall beachtet werden: Alles, was Senioren selber tun können, sollen sie selber tun!
Es gibt viel zweckfreies, aber sinnvolles Tun, das einfach Freude bereitet. Unzählige Liebhabereien gehören dazu wie Briefmarken sammeln, Schafkopfen, Bergwandern, Seniorentanz, Gartenpflege, Reisen, Besuche von Museen, sportliche und gymnastische Übungen und andere Hobbys. Es mangelt gar manchen an Phantasie, was im Pensions oder Rentenalter alles möglich ist.
Es gilt also schon vor dem Eintritt in den Ruhestand Ausschau zu halten, was man im Pensionsalter tun könnte. Weiterbildungsseminare, dienen ebenfalls der Vorbereitung auf den Ruhestand zum Loslassen-Können und differenzierten Übergang vom Arbeitsleben in den Ruhestand.
Wichtig ist auch, sich Zeit zu nehmen für Sinn-und Glaubensfragen im Leben: Gottesdienste mitfeiern, ältere und kranke Menschen besuchen, die auf ein teilnehmendes Wort, einen guten Rat, einen freundlichen Blick und Hilfe in schweren Tagen warten. Caritas und Diakonie sowie freie Wohlfahrtsverbände und Nachbarschaftshilfe sind Ansprechpartner.
So ist aktiv sein keine Frage des Alters! Auf diese Weise kann der Herbst des Lebens schön und farbenfroh sein; wobei die Freuden vielleicht zwar stiller, aber umso tiefer werden.
Josef Wiesheu

Moosburger Zeitung
13.9.2005
Informationssstand auf der Herbstschau
Besuch der Bürgermeisterin


UM DEM INFORMATIONSBEDÜRFNIS von Senioren nachzukommen, hat der Moosburger Seniorenbeirat auf der Herbstschau wieder direkt neben der Heitnatzeitung Quartier bezogen und kann sich über mangelnde Nachfrage nicht beklagen. Davon überzeugte sich am Montag auch Stadtoberhaupt Anita Meinelt. Sie war eigentlich gekommen, um den neuen, aktualisierten Informations-Flyer des Seniorenbeirats zu begutachten, wurde aber sofort in Gespräche mit Kunden verwickelt und stellte fest, dass tatsächlich ein großer Informationsbedarf über Themen für ältere Menschen besteht. Wer mehr über Einrichtungen für Senioren, Hilfsorganisationen und ähnliche Themen wissen will, kann sich umfassend im Moosburger Ratgeber für Senioren informieren, der für 3 Euro angeboten wird. Das Faltblatt mit den Aufgaben und Zielen des Seniorenbeirats sowie mit den Adressen der Mitglieder des Seniorenbeirates gibt es gratis. Wer es ein bisschen moderner mag, kann sich auch im Internet unter www.seniorenbeirat-moosburg.de informieren. (Text und Foto: rk)


Moosburger Zeitung
3.9.2005
Kontinuität bei den Senioren gewahrt
Beiratsvorsitzende Wiesheu und Thums wiedergewählt - Präsenz auf Herbstschau



Unter der Wahlleitung von Seniorenbeauftragter Karin Linz (r.) wurde Josef Wiesheu (Mitte) zum Vorsitzenden, Alfred Thums (links daneben) zum zweiten Vorsitzenden und Wilhelm Berger (1.) zum Schriftführer des Seniorenbeirats gewählt (Foto: rk)

Moosburg. Fünf Tage nach der Wahl zum 2. Moosburger Seniorenbeirat traten die sechs Kandidaten, welche die meisten Stimmen auf sich vereint hatten, unter Leitung von Seniorenbeauftragter Karin Linz zu einer konstituierenden Sitzung zusammen. Erster Tagesordnungspunkt im Rosencafe war die Wahl eines neuen Vorstandes. Vorsitzender Josef Wiesheu und sein Stellvertreter Alfred Thums wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Zum neuen Schriftführer wurde Wilhelm Berger gewählt. Nach der Neuwahl nahm der Beirat sofort seine Arbeit auf.

Begonnen hatte die Sitzung mit einer kleinen Laudatio, in der sich Seniorenbeauftragte Karin Linz bei Josef Wiesheu im Namen der Stadt für besondere Verdienste als Initiator und Gründungsvorsitzender des Seniorenbeirats bedankte und ihm neben einer Flasche Rathaussekt im Namen der ehemaligen Beiratsmitglieder einen Gutscheins für ein "Verjüngungswochenende" in Bad Gögging überreichte. Im Gegenzug bedankte sich Josef Wiesheu bei Karin Linz für die gute Zusammenarbeit und lobte auch die Heimatzeitung für ihre umfassende Berichterstattung. Sein Dank galt außerdem allen Beiratsmitgliedern, die in zwei Jahren viel Zeit und Idealismus aufgebracht hätten.
Nach der Vorstandswahl, die einstimmig und per Akklamation erfolgte, übernahm Josef Wiesheu die Sitzungsleitung und schlug zunächst einige neue Aufgabenverteilungen vor. So will sich Christine Hübner künftig verstärkt um die Fortführung des Seniorentanzes kümmern, der einmal monatlich zusammen mit den AWOSenioren in der Kegelhalle stattfindet. Das Thema" Senioren und Internet" liegt Hermann Wolf besonders am Herzen und soll in Form von regelmäßigen Sprech- und Informationstagen, die im Raum des "Team Moosburg Online" im Elisabethenheim angeboten werden, zu einer festen Einrichtung werden. Dem aus gewiesenen EDV-Spezialisten schwebt dabei keine Konkurrenz zu VHS Computerkursen vor. Vielmehr möchte er älteren Menschen die Scheu vor dem Internet nehmen und einer unter Senioren häufigen "Verteufelung" des Computers entgegenwirken.
Hubert Sturm stellt sich wie bisher als Fürsprecher der Heimbewohner des Seniorenparks am Stadtwald zur Verfügung, da diese bisher über keinen Heimbewohnerrat verfügen. Generell will der Seniorenbeirat seine Kontakte zu allen Seniorenheirnen vertiefen, beispielsweise durch Besuche oder die Organisation von Schafkopfrunden.
Damit war Josef Wiesheu bei den künftigen Vorhaben des Gremiums angelangt, zu denen weiterhin die Senioren-Sprechstunden gehören, die an jedem ersten Montag im Monat in der Stadtbücherei angeboten werden. Wie bisher wird sich der Seniorenbeirat auch wieder bei der Herbstschau präsentieren und ältere Besucher am Stand der Heimatzeitung Broschüren und Informationsmaterial über Seniorenthemen anbieten, darunter auch den Moosburger Seniorenratgeber für drei Euro sowie Vordrucke zur Patientenverfügung. Ebenso wird ein aktualisiertes Infoblatt mit den Zielen und Kontaktadressen des Beirats angeboten.
Ein Vorschlag von Hubert Sturm, verstärkt Informationen über Hilfsmittel für Ältere wie Brillen und Prothesen, Hörgeräte und Telefone anzubieten, fand allgemeine Zustimmung und soll in Form von Vorträgen einschlägiger Moosburger Firmen ins Programm aufgenommen werden. Fest steht bereits ein Vortrag, bei dem sich die Johanniter am 12. Oktober von 14 bis 16 Uhr im Pfarrheim näher vorstellen wollen. Für den 10. November ist außerdem ein Vortrag geplant, bei dem der ehemalige Polizist Manfred Schumacher im Torbräustüberl zum Thema "Wo Schumacher auftaucht, haben Betrüger keine Chance" sprechen wird. Eine Kirchenführung durchs Kastulusmünster mit Josef Wiesheu ist für den 14. Oktober von 15 bis 16 Uhr vorgesehen.
Der Vorsitzende selbst wird mit seiner Frau vom 1. bis 5. Oktober ein Internationales Seniorenseminar in Salzburg besuchen. Doch zuvor ruft die Pflicht bei der Herbstschau. Um täglich am Stand der Heimatzeitung für die Besucher präsent zu sein, trugen sich die Beiratsmitglieder abschließend in die Anwesenheitsliste ein. -rk-

Moosburger Zeitung
29.8.2005
Veränderungen im Seniorenbeirat
Erfreulich hohe Wahlbeteiligung am Samstag und viel Lob für die bisherige Arbeit


Mit Spannung beobachten die Knadidaten für den Seniorenbeirat die Auszählung der Stimmen unter Mitwirkung von Stadtoberhaupt Anita Meinelt, Seniorenreferentin Karin Linz und Kulturreferent Erwin Weber.

Moosburg. Wie die Neuwahl zeigt, die am Samstag in der Mehrzweckhalle stattfand, hat sich der Seniorenbeirat nach seiner ersten Amtszeit als Intetessenvertretung für ältere Menschen in der Dreirosenstadt fest etabliert: Waren bei der ersten Wahl im August 2003 angesichts von nur knapp zwei Dutzend abgegebenen Stimmen noch Zweifel erlaubt, ob ein Seniorenbeirat in Moosburg überhaupt erwünscht ist, gaben diesmal über einhundert stimmberechtigte Wählerinnen und Wähler über 65 Jahre eine eindeutige Antwort.

Der Moosburger Seniorenbeirat soll seine begonnene Arbeit fortsetzen, wenn auch in etwas veränderter Besetzung. Das ergab die Auszählung der Stimmen, die am Samstagnachmittag um 17 Uhr nach Schließung des Wahllokals unter Mitwirkung von Stadtoberhaupt Anita Meinelt, Seniorenreferentin Karin Linz und Kulturreferent Erwin Weber stattfand.
Bürgermeisterin Anita Meinelt nutzte die Gelegenheit, dem "alten" Seniorenbeirat für sein ehrenamtliches Engagement zu danken und freute sich über das in der Wahlbeteiligung zum Ausdruck kommende rege Interesse der Wähler, die trotz des alles beherrschenden Themas "Hochwasser" zur Wahlurne gegangen seien.
Dem Glückwunsch der Bürgermeisterin an die sechs Kandidaten mit den meisten Stimmen, die somit in den Seniorenbeirat gewählt wurden, schloss sich Seniorenbeauftragte Karin Linz an und bedankte sich bei der Stadt für die Vorbereitung und Durchführung der Wahl in der Mehrzweckhalle.
Die Wahl hatte am Samstagvormittag um zehn Uhr mit einem lebhaften Auftakt und etwa 35 Stimmabgaben während der ersten Stunde begonnen, sehr zur Überraschung der ersten Wahlhelferschicht, bestehend aus zwei Mitgliedern des Seniorenbeirats, die im Laufe des Tages von vier weiteren abgelöst wurden.
Alle bekamen den ganzen Tag über Komplimente der Wähler zu hören, die nicht mit Lob an den in der ersten Amtsperiode verwirklichten Projekten sparten und gleichzeitig den nächsten Seniorenbeirat zu neuen Initiativen ermutigten. Ihm gehören (in der Reihenfolge der Stimmenanzahl) folgende Mitglieder an: Initiator und Gründungsvorsitzender Josef Wiesheu, sein Stellvertreter Alfred Thums, die Beiräte Christine Hübner und Hubertus Sturm sowie die neuen Mitglieder Hermann Wolf und Wilhelm Berger.
Die erste Sitzung des neuen Seniorenbeirats mit Wahl des Vorstandes findet am Donnerstag, 1. September, um 17 Uhr im Rosencafe statt. -rk
      
Freisinger Tagblatt
29.8.2005
Meinelt: "Wichtige Schaltstelle"
106 Bürger wählten am Samstag einen neuen Seniorenbeirat
Von Hamoud Gahl
Moosburg - Der Sprung von 19 Wählern vor zwei Jahren auf 106 am vergangenen Samstag ist beachtlich. So viele Moosburger interessierten sich dafür, wer künftig im Seniorenbeirat der Stadt sitzt. Die meisten Stimmen (89) erhielt wie erwartet der bisherige Vorsitzende Josef Wiesheu, der sich auch erneut als Hauptverantwortlicher zur Verfügung stellen wird (Wahlergebnis siehe Kasten).


Den Segen der Bürgermeisterin hat der Seniorenbeirat schon seit seinem Bestehen. "Wir haben das vor der Wahl ganz klar in unserem Programm gesagt, dass wir ein solches Gremium einrichten möchten", sagte eine von den Strapazen des Hochwassers immer noch etwas matte Anita Meinelt, "denn so eine Schaltstelle ist wichtig: Viele Senioren wissen und sehen zwar die vielen Kleinigkeiten, die getan werden müssen, haben aber Hemmungen, sich direkt an die Verwaltung zu wenden." Josef Wiesheu und seine fünf Kollegen im Seniorenbeirat haben diese Aufgabe mit Hingabe übernommen und werden sich auch weiterhin darum kümmern.
"Zufrieden" sei er mit der Wahlbeteiligung, sagte Wiesheu hinterher, immerhin kamen diesmal fünf Mal so viele Senioren wie bei den ersten Wahlen 2003, um ihre Stimmen abzugeben. Gleichzeitig ärgerte er sich aber auch ein bisschen: "Wäre uns nicht das Hochwasser dazwischen gekommen, dann glaube ich, dass noch mehr Leute zur Wahl gegangen wären. Manche haben wohl die Wahlaufrufe, die in den Zeitungen verständlicherweise weiter nach hinten gerutscht sind, nicht bemerkt." Doch 106 sei trotzdem eine gute Zahl, darin stimmte auch die Seniorenbeauftragte des Moosburger Stadtrates und erste Ansprechpartnerin des Beirates, Karin Linz, zu.
Zu tun gibt es in naher Zukunft einiges für den Beirat, der am kommenden Donnerstag einen Vorsitzenden wählen wird. Hermann Wolf ebenfalls Mitglied des Rats: möchte zum Beispiel "die Moosburger Senioren ans Internet heranführen", wie er es selbstbewusst ausdrückt. Keine leichte Aufgabe bei den großen Vorbehalten, die viele ältere Menschen gegen alles, was init Computern zu tun hat, haben. Deswegen plant Wolf, der in seiner Freizeit das Moosburger OnlineTeam des Bürgernetzes Weihenstephan reitet und den Veranstaltungskalender der Stadt im Netz gestaltet, alles so ungezwungen wie möglich: "Wir werden keine Kurse oder Abende mit Frontalunterricht abhalten, das wäre ermüdend. Wir wollen die Leute, die neugierig sind, ausprobieren lassen und alles ganz langsam angehen." Die Ortlichkeiten sind vorhanden: Im ehemaligen Elisabethenheim, mittlerweile das Haus der Vereine, besitzt das Online-Team schon einen Raum mit mehreren PC.

 
Setzen sich für die Senioren ein: Erwin Weber, Christine Hübner, Alfred Thums, Josef Wiesheu und
Anita Meinelt (vorne, v.l.) sowie Hermann Wolf, Karin Linz, Wilhelm Berger und Hubertus Sturm.
Foto: wil


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