Wappen der Stadt Moosburg Seniorenbeirat
der Stadt Moosburg a.d.Isar
Archiv - Im Spiegel der Presse 2009
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Moosburger Zeitung
31.12.2009
Zum Jahreswechsel
Lasst uns dem Leben trauen, weil Gott es mit uns lebt

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Moosburger Zeitung
14.11.2009
Nicht nur für Senioren
Vorsorge durch Vollmacht/Patientenverfügung

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Moosburger Zeitung
22.10.2009
Erbstreitigkeiten vermeiden
Vortrag des Seniorenbeirates: "Testament und Erbrecht"

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Moosburger Zeitung
21.09.2009
Mehr als nur ein Seniorennachmittag

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Freisnger Tagblatt
19.09.2009
Integrativ kreativ
Ausstellung "Kunst und Handwerk

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Freisnger Tagblatt
15.09.2009
Stadtbus wird attraktiver
Neu Farbe, alte Haltestelle

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Moosburger Zeitung
08.08.2009
Rollator-Slalom um geleerte Mülltonnen
Seniorenbeirat setzt sich für erweitertes Stadtbusnetz ein - Mit Unternehmer gesprochen

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Freisnger Tagblatt
06.08.2009
Feilen an dem Fahrplan
Seniorenbeirat setzt sich für Ausweitung der Buslinien ein

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Moosburger Zeitung
05.08.2009
Aktiver Seniorenbeirat sprüht vor Ideen
Programm für das dritte Quartal vorgestellt - Mitglieder besuchten Fachkonferenz

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Moosburger Zeitung
15.06.2009
Für Senioren stark gemacht
Wiesheu fordert erneut Apothekenbereitschaftsdienst

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Moosburger Zeitung
20.5.2009
Unterwegs in reizvoller Voralpenlandschaft
Seniorenbeirat beeindruckt vom Freilichtmuseum und von der Klosterkiche Polling


Moosburg. Am vergangenen Donnerstag unternahm der Seniorenbeirat mit 50 Personen eine Fahrt in die reizvolle Voralpenlandschaft zwischen Murnau und Kochelsee zum Freilichtmuseum "Glentleiten". Bei der Ankunft überraschte die Ausflügler Sonnenschein und sie konnten einen herrlichen Blick auf den Kochelsee, das Loisachtal mit den jahrhunderte alten Klöstern Benediktbeuren und Schlehdorf, das Bergmassiv mit Herzogstand und Heimgarten genießen.
Aufgeteilt in zwei Gruppen, wurden die Moosburger durch das Gelände geführt. Sie besichtigten einige der 60 Gebäude, Bauernhöfe, Mühlen, Almgebäude, Werkstätten und vieles mehr, die hier wieder aufgebaut worden sind. Zusammen mit ihrer vollständigen Einrichtung vermitteln sie ein lebendiges Bild von der bäuerlich geprägten Vergangenheit Oberbayerns. Original getreu eingerichtet vermitteln Stuben, Kammern und Scheunen ein anschauliches Bild, wie Menschen vor 50, 100 oder gar 200 Jahren gewohnt und gearbeitet haben. Viele der Senioren konnten sich noch an manche Geräte und Einrichtungsgegenstände erinnern.
Ergänzend zu den alten Höfen, werden in Glentleiten auch traditionelle Landschaftsformen originalgetreu gezeigt. Im Mittelpunkt lag der Bauernhof mit seinen Haus- und Obstgärten, umgeben von Feldern und Wiesen, die Ackerfrüchte und Futter für die Tiere lieferten, sowie der Wald, dessen Holz für Hausbau und Geräte gebraucht wurde. Die bäuerliche Familie war auf ihre Tiere angewiesen. In früherer Zeit wohnten deshalb Mensch und Tier oftmals unter einem Dach. Pferde und Ochsen zogen die schweren Erntewägen. Kühe gaben Milch für Butter und Käse und von den Schafen bekam man Wolle für die Kleidung. Viele dieser Tiersorten sind heute vom Aussterben bedroht. Im Museumsgelände haben diese bedrohten Tierrassen wieder ein Zuhause gefunden. Im Kramerladen gab es Brotzeiten, Getränke und viel Selbstgemachtes, wie frisches Brot aus dem Backofen.
In der Gaststätte im Geländebereich stärkten sich die Ausflügler zur Mittagspause, bis es weiter ging nach Polling. Der Ort liegt in der Oberlandregion. Das ehemalige Augustinerchorherrnstift wurde der Legende nach im Jahre 750 gegründet durch Herzog Tassilo III. Eine zweite Gründung geht auf Kaiser Heinrich II. und seine Gattin, die heilige Kunigunde zurück. Dieser ist auch aus der Geschichte Moosburgs bekannt. Der Ort selbst war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, deren Sitz 1803 das Kloster Polling war. 1818 entstand die heutige Geimeinde.
Die Kirche in Polling gehört zu den bedeutendsten Kirchen im Pfaf fenwinkel. Im Inneren zeigen zwei Ölgemälde aus der Zeit 1735 die Anfänge des Klosters mit den Gründerfiguren. Bekannte Künstler der damaligen Zeit haben die Kirche ausgestattet. Das Kreuz am Hochaltar weist auf eine Sage hin, nach der die Kirche erbaut worden sein soll. Das gotische Langhaus zeigt prunkvolle Ausstattungen aus der Barockund Rokokozeit. Besonders beeindruckte die Senioren die Madonna am Seitenteil, die wie der Moosburger Hochaltar von Hans Leinberger stammt. Auch im Anbau, einer Reliquienkapelle, ein Kleinod Pollings, fand sich eine gotische Madonna.
Nach einem Zwischenstopp mit Brotzeit in Kloster Andechs ging es dann wieder heimwärts. Für die Senioren war es ein eindrucksvoller, schöner Tag. Der SeniorenbeiratsVorsitzende Josef Wiesheu verkürzte die Heimfahrt mit lustigen und unterhaltsamen Anekdoten.

Moosburger Zeitung
16.3.2009
Alter schützt vor dem Finanzamt nicht
André Gabriel sprach beim Seniorenbeirat zur Besteuerung von Renteneinkünften
Moosburg. Großes lnteresse herrschte am Dienstag am Vortrag, zu dem der Seniorenbeirat ins Torbräustüberl einlud. Wirtschaftsprüfer und Steuerberater André Gabriel sprach zur Besteuerung von Renteneinkünften und zur Abgeltungssteuer. Gabriel erläuterte die Veränderungen für Rentner und Pensionäre seit Einführung des neuen Alterseinkünftegesetzes und gab Tipps zum Steuern sparen.
Man erfuhr, dass die neue Besteuerung der Renten seit 2005 nichts anderes als eine Steuererhöhung gewesen sei. Gabriel informierte, dass vor dem 1. Januar 2005 Renten nur mit dem sogenannten Ertragsanteil besteuert wurden. Dieser war meist so gering, dass man keine Steuern an das Finanzamt abführen, musste. Seither ist das anders. Nach dem neuen Alterseinkünftegesetz müssen alle, die 2005 oder davor in Rente gegangen sind, 50 Prozent der Rente versteuern. Dieser steuerpflichtige Anteil steigt mit späterem Renteneintritt bis auf 100 Prozent an. Begann die Rente im Jahr 2006, so müssen 52 Prozent versteuert werden. Beim Rentenbeginn in 2007 sind es bereits 54 Prozent und im Jahr 2040 schließlich 100 Prozent.
"Der Gesamtbetrag der Rente abzüglich dem steuerpflichtigen Anteil ergibt den steuerfreien Betrag, der festgeschrieben wird und auch bei künftigen Veranlagungen steuerfrei bleibt", erläuterte Gabriel. Das bedeutet aber, dass bei einer Rentenerhöhung auch ein höherer Anteil versteuert wird.
Auch bei den Pensionen gebe es einschneidende Änderungen. Die Pensionäre ziehen vom Bruttobetrag ihrer Pension den Versorgungsfreibetrag ab. Es galt früher ein Versorgungsfreibatrag von 3 072 Euro oder maximal 40 Prozent der Pension. Ab 2005 gilt nun ein Versorgungsfreibetrag von 3000 Euro, abschmelzend bis auf 0 Euro in 2040. Der einmal erhaltene Freibetrag gelte dann über die gesamte Pensionsdauer. Wer also 2006 erstmals eine Pension erhält, bekommt nur noch 38,4 Prozent oder maximal 288Ö Euro steuerfrei. Wer erst 2040 eine Pension erhält, geht leer aus.
Dazu erhalten Pensionäre einen Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag. "In diesen Genuss kommen sie, weil ihnen 2005 der Arbeitnehmerpauschbetrag von 920 Euro gestrichen wurde". sagte Gabriel. Doch auch dieser Zuschlag schmelze über die kommenden Jahre hinweg ab. Für alle, die in 2005 oder früher Pensionär geworden sind; beträgt der Zuschlag noch 900 Euro. Ab 2040 gibt es gar nichts mehr. Gabriel wies aber auch auf die Steuergrundfreibeträge hin.
Im Anschluss ging der Steuerberater noch auf die Abgeltungssteuer ein. So wurde in Deutschland zum 1. Januar 2009 ein erweiterter Steuerabzug für Kapitalvermögen eingeführt. Mit der einbehaltenen Kapitalertragssteuer gilt für den Privatanleger seine Steuerpflicht als "abgegolten". Das heißt, dass bereits versteuerte Kapitalerträge nicht in der jährlichen Einkommenssteuererklärung aufgeführt werden müssen und nicht mit dem individuellen Steuersatz versteuert werden.
Der Abgeltungssteuersatz beträgt 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag (5,5 Prozent der Abgeltungssteuer) und gegebenenfalls Kirchensteuer (acht oder neun Prozent). Allerdings gibt es auch bei der Abgeltungssteuer nach wie vor einen Sparer-Pauschbetrag. Er ist die Höchstgrenze für steuerfrei zu vereinnahmende Zinserträge und Dividenden. Für Einzelpersonen beträgt er 801 Euro im Jahr und für zusammenveranlagte Ehepaare 1602 Euro jährlich.
Gabriel präsentierte abschließend Steuervermeidungsstrategien. Dazu zählt beispielsweise die Verlagerung von Einkünften in spätere Veranlagungszeiträume mit steuerlich oder persönlich günstigeren Bedingungen. Außerdem könnten Freibeträge ausgenutzt werden, indem Einkünfte oder Vermögen auf Kinder und andere Angehörige übertragen werden. Rane Spanier

Moosburger Zeitung
23.2.2009
Ausstellung im Zehentstadel geplant
Seniorenbeirat beeindruckt von der Kunstfertigkeit von Menschen mit Behinderung
Moosburg. Die Einrichtungen der Lebenshilfe Freising sind seit vielen Jahren eine Stütze für Senioren und Menschen mit Behinderung. Der Seniorenbeirat besuchte am Freitag das Anneliese-Schweinberger- und das Juliane-Maier Haus, um sich vor Ort einen detaillierten Eindruck über das Wohnangebot zu machen. Begeistert vom Angebot, entschied sich Josef Wiesheu, Vorsitzender des Seniorenbeirats, spontan dazu, im Sommer eine Ausstellung für die Kunstwerke der Häuser zu organisieren.
Seit elf Jahren bietet das Anneliese-Schweinberger-Haus eine Wohnmöglichkeit für schwerst mehrfach behinderte Menschen an. Aufgeteilt auf vier Gruppen, sind dort derzeit 27 Personen untergebracht. "Das Haus soll ein erfülltes, selbstständiges und kreatives Leben ermöglichen", sagte Evi Höbl, Leiterin der Einrichtung. Möglich machen dies die rund 50 Mitarbeiter, darunter auch eine Musikpädagogin.
Sie arbeitet mit entspannenden Elementen, Schwingungen und in einem eigens eingerichteten Snoezelen-Raum - ein Ort, um zur Ruhe zu kommen, mit einem sogenannten "Wasserklangbett". Man "spürt den ganzen Körper, wenn es schwingt", und die Musik, die auf das Wasser übertragen wird, schilderte die Heimbeiratsvorsitzende Hannelore Metzinger dem Seniorenbeirat das Empfinden auf dem Bett.
Neben viel Musik wird im Anneliese-Schweinberger-Haus mit Sport, einer Holzgruppe sowie einer Kunstgruppe gearbeitet. Deren Bilder und Objekte sind im ganzen Haus zu finden und tragen maßgeblich zum bunten Erscheinungsbild und der warmen Atmosphäre bei. "Es ist sehr schön, hier zu wohnen", befand Christine Hübner vom Seniorenbeirat. Da auch'die Öffentlichkeit an den Kunstwerken teilhaben sollte, schlug Josef Wiesheu eine Ausstellung im kommenden Sommer vor. Er werde sich darum kümmern, die Exposition in den Zehentstadel zu bringen.
Lemprozess aufbauen
Anders als im AnnelieseSchweinberger-Haus wohnen im Juliane-Maier-Haus Menschen mit weniger schweren Handieaps. Tagsüber arbeiten die meisten von ihnen in der angrenzenden Förderstätte, in Erding oder in Burgharting. Außerdem verwalten die einzelnen Gruppen ihr Geld für Einkäufe selbst und können zum Teil eigenständig zum Supermarkt gehen. "Wir wollen schrittweise einen Lemprozess aufbauen. Die Leute sollen lernen, selbstständig zu sein", erklärte Dieter Endruteit, Leiter des Hauses.
Dazu zählt auch, dass die Bewohner alleine zur Bank gehen können, um sich Geld für die Woche zu holen. "Viele Mitarbeiter dort kennen unsere Leute schon lange und wissen automatisch, was sie wollen", sagte Endruteit. Auch könnten einige ohne Hilfe vom Haus zum Bahnhof gehen und von dort in die Arbeit fahren. Der Rest der arbeitenden Bewohner werde mit Shuttle-Bussen zum Arbeitsplatz gefahren.
Wie in der benachbarten Einrichtung, beheimatet auch das JulianeMaier-Haus 27 Bewohner, ebenfalls aufgeteilt auf vier Gruppen. Der Altersdurchschnitt liegt bei etwa 40 Jahren, die einzelnen Personen sind zwischen 19 und 60. "Vor einigen Jahren sind unsere Senioren nach Freising umgezogen", so Endruteit. Auf dem Gebiet der Unterbringung von Senioren mit Behinderung sei auch zukünftig noch Arbeit zu leisten, da das Thema allgemein viele Jahrzehnte lang vernachlässigt worden sei.
Ein gelungenes und informatives Treffen sei der Besuch des Seniorenbeirats gewesen, bilanzierten am Ende alle Beteiligten. Beide Häuser erhielten noch eine kleine Geldspende -"privat von den Mitgliedern des Beirats", wie Wiesheu betonte. Auch Metzinger war sehr zufrieden: "Es ist immer schön, wenn sich jemand von außen interessiert, wie es uns geht", sagte sie. Tobias Brunner

Freisnger Tagbaltt
5.2.2009
Die Montagsmaler aus dem Dachgeschoss
Zeichen-Workshop für Senioren
Moosburg - Siegfried Stäuble stellt das alte Möbelstück wieder in die Mitte des Halbkreises, den die zehn Gäste im Dachgeschoss vom Elisabethenheim gebildet haben. Einen, der ganz frech darauf Platz genommen hatte, muss er zunächst wieder höflich vertreiben. Der flohmarkttaugliche Stuhl mit seinem zerschlissenen Polster ist heute das Objekt. "Heute malen wir den Stuhl", verkündet Stäuble fröhlich in die Runde der Senioren, die von ihm das Zeichnen lernen wollen. Zusammen nennen sie sich "die Montagsmaler".
 Die Männer und Franuen greifen sich ihre Blöcke und Stifte und legen los, visieren das Objekt mit dem Lineal an, und Stäuble, ganz im Stil des Zeichenlehrers an der Schule, geht zusammen mit Ilona Sellmeier-Heilmann zu jedem Einzelnen hin, greift korrigierend ein, gibt mit leiser Stimme Tipps, wie es besser gehen könnte. Die "Schüler" merken schnell: Die Perspektive ist gar nicht so leicht darzustellen. "Ihnen ist es total wichtig, dass sie das richtig machen, und schön soll es auch sein", beschreibt Stäuble den Ehrgeiz der Gäste. Er selbst hat lange am Förderzentrum in Pulling gearbeitet, seine Kollegin ist Modedesignerin. Beide zusammen haben die "Montagsmaler" gegründet, ein Angebot des Seniorenbeirats, das so gut ankommt, dass Stäuble Sorge hat, es könnten zu viele werden. "Größer als 15 sollte die Gruppe nicht werden, sonst wird es unübersichtlich", sagt er. Klar: Er gibt ja auch "Hausaufgaben", die in der Gruppe besprochen werden. Seine eigenen Lösungen stellt er dabei immer erst am Schluss vor.
Stäuble und Sellmeier Heilmann erwarten keine ausstellungsreifen Kunstwerke, obwohl sie sich beide durchaus vorstellen können dass der eine, oder die andere im Stande sein könnte, weite zu gehen, mehr zu wollen. Diese Talente brauchen bloß beim Gastgeber anzuklopfen. Werner Oswald leitet die Malschule. "Es geht mir darum diesen Menschen eine sinn volle und schöne Freizeitbe schäftigung anzubieten." Und er ist stolz: dass auf ehrenamtlicher Basis die Grundlagen gelegt werden können und die Interessenten nahtlos weiter machen können - das gebe es nirgends im Umkreis.
KLAUS KUHN

Moosburger Zeitung
21.1.2009
Gespräch mit Apothekern geplant
Neujahrsempfang des Seniorenbeirates im Rathaus - Gutes Miteinander bekräftigt
M o o s b u r g. Am Montag fand der Neujahrsempfang des Seniorenbeirates im Rathaus statt. Alle Teilnehmer bekräftigten das gute Miteinander zwischen Stadt und Seniorenbeirat. Die Beiratsmitglieder schilderten aber auch einiges, was ihnen unter den Nägeln brennt. So fordern sie einen Moosburger Apothekenbereitschaftsdienst am Wochenende, ein beidseitiges Geländer am Himmelblauen See, eine Art Tante-Emma-Laden im Stadtzentrum, die viel diskutierte Querungshilfe und eine Erweiterung der Stadtbuslinie.
Bürgermeisterin Anita Meinelt, zweiter Bürgermeister Martin Pschorr, Senioren- und Sozialreferentin Karin Linz, Seniorenbeiratsvorsitzender Josef Wiesheu und alle weiteren Mitglieder des Seniorenbeirates bekräftigten zuerst die sehr gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem Seniorenbeirat. Wiesheu blickte zurück: Der Seniorenbeirat bot 2008 wieder ein abwechslungsreiches und interessantes Programm an, das von der Bevölkerung und insbesondere der älteren Generation dankbar angenommen wurde.
Als Höhepunkte im vergangenen Jahr hob Wiesheu die mit 250 Teilnehmern stark besuchte Veranstaltung in der Mehrzweckhalle zum Thema Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung sowie die sehr gut vorbereitete Partnerschaftsfahrt nach Moosburg in Kärnten hervor.
Wiesheu weiter: "Wir leben in einer bewegenden Zeit. Vieles ist im Umbruch, Vertrautes, Gewohntes, Verlässliches, auch Liebgewordenes scheint nicht mehr zu gelten. Neues entsteht in kaum nachvollziehbarer Geschwindigkeit. In den letzten 100 Jahren geschahen mehr Innovationen als in der gesamten Menschheitsgeschichte." Mit der Globalisierung werde dem Einzelnen der Zugriff entzogen. Aber auch in Krisenzeiten löse Angst keine Probleme. Angst werde erst produktiv, " indem wir was tun", betonte Wiesheu.
Der Vorsitzende führte weiter aus, dass das Anwachsen des Anteils der älteren Menschen in der Gesellschaft eine Herausforderung sei. So betrage in Moosburg mit 17 410 Einwohnern der Anteil an Bürgern über 60 Jahre 23,35 Prozent. Wiesheu hob hervor, dass Bürgermeisterin Meinelt mit der Gründung des Seniorenbeirates die Zeichen der Zeit richtig erkannt habe. So könne man den sechsten Jahresbericht dem Stadtrat übergeben.
Wiesheu stellte das neue Programm des Seniorenbeirates für das erste Quartal 2009 vor (siehe eigener Bericht) und ging dann auf anstehende Probleme ein. Er forderte eine Erweiterung der Stadtbuslinie, die Realisierung der viel diskutierten Querungshilfe am Stadtplatz und einen Moosburger Apothekenbereitschaftsdienst am Wochenende, weil gerade ältere Menschen nicht so mobil seien, um im Notfall in einen der umliegenden Orte zur Apotheke zu fahren. Dringend nötig sei aus eben diesen Mobilitätsgründen auch eine Art Tante-Emma-Laden im Stadtzentrum. Mehr Sicherheit am Himmelblauen See solle durch ein beidseitiges Geländer geschaffen werden, so Wiesheu weiter.
Bürgermeisterin Meinelt hatte aufmerksam zugehört. Sie informierte, dass bezüglich des geforderten Moosburger Apothekenbereitschaftsdienstes am Wochenende mit den Moosburger Apotheken Kontakt aufgenommen werden soll. Man wolle dann in einem gemeinsamen Gespräch die Angelegenheit erörtern. Auch die angesprochenen Punkte Querungshilfe und Erweiterung der Stadtbuslinie seien bereits in Arbeit. Bezüglich des Tante-Emma-Ladens pflichtete die Bürgermeisterin bei: Es wäre schön, wenn wir einen Tante-Emma-Laden hätten. " Sie sah das Problem allerdings in der Rentabilität eines solchen Geschäftes.
Seniorenbeiratsmitglied Gerhard Dörschmidt war mit den Aussagen nicht zufrieden: "Ich habe die einzelnen Haltestellen eingezeichnet. Demnach würde nur ein Drittel der Moosburger in den Genuss des Stadtbusses kommen." Meinelt entgegnete, dass der Stadtbus nach wie vor ein Defizitbetrieb sei. Dörschmidt brachte auch sein Unverständnis über die Sicherheits-Situation am Himmelblauen See zum Ausdruck. Er forderte ein beidseitiges Geländer, denn laut seiner Auffassung sei der Himmelblaue See eine Art Parkanlage und kein Waldbereich. Er übergab der Bürgermeisterin zur Thematik Himmelblauer See ein Schreiben.
Der Gesprächsbedarf war nun gestillt, und man stieß bei einem Glas Sekt und belegten Brötchen auf ein gutes Jahr 2009 an. -re

Freisinger Tagblatt
2101.2009
Die Wurzel des Problemes
Fehlender Notdienst bereitet Zahnschmerzen
Die Situation ärgert vor allem den Seniorenbeirat der Stadt Moosburg: Wer am Wochenende heftige Zahnschmerzen bekommt, dem kann es passieren, dass er nach viel Telefoniererei zum Notdienst nach Wartenberg muss -ein Missstand, den die Seniorenvertretung beseitigen will.
VON KLAUS KUHN
Moosburg
- Weil es in Moosburg keinen zahnärztlichen Notdienst mehr gibt, führt der Weg bei Zahnbeschwerden nach Wartenberg. Dort wird dann ein Medikament verschrieben, aber die diensthabende Apotheke ist in Haag.
Es war Bürgermeisterin Anita Meinelt, die den Seniorenvertretern bei deren Neujahrsempfang die Szene schilderte eine Szene, die sich bereits als sehr realistisch erwiesen hat. Das Gremium beriet daraufhin intensiv, wie die Situation verbessert werden könne.
Die Rathauschefin berichtete, dass bis zum Ende des Monats ein Gespräch mit den Apotheken in dieser Sache stattfinden solle. Den Gedanken aus dem Gremium, etwa die "Helfer vor Ort" für den
Arzneimitteltransport zu engagieren, musste die Bürgermeisterin sofort verwerfen. Das sei technisch wie finanziell nicht darstellbar. Die Nachbarschaftshilfe sei hier vielleicht der bessere Ansprechpartner, aber das sei auch nur eine Notlösung.
Der Seniorenbeirat hofft jetzt, dass durch die laufende Diskussion um eine Apotheke in Degernpoint ein Umdenkprozess in Gang gekommen ist. Allerdings gab es auch einige, die auf die erhebliche Belastung der Pharmazeuten durch einen solchen Notdienst aufmerksam machten, wie Hermann Wolf: "Da kommt dann nachts um eins einer und braucht was zum Verhüten."


 

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